


Die VEB Narva Leuchtenbau Leipzig (LBL) Typ BG 0 ist eine Mastansatzleuchte der BG-Baureihe mit Polyäthylengehäuse. Die kleine Bauform BG 0 war für HQL 80/125 W sowie Na 70 W ausgelegt. Ab 1986 gab es auch ein Model, welches mit einem Na 70 LR Leuchtmittel bestückt werden konnte.
Technische Daten
| Hersteller | VEB Narva Leuchtenbau Leipzig (LBL) |
| Lampentypen | Na 70 W; HQL 80/125 W; Na 70 LR ab 09/1986 |
| Reflektor | Symmetrisch breitstrahlend |
| Reflektormaterial | Seitliche Bereiche aus Aluminium; Mittelteil aus weiß lackiertem Stahlblech |
| Besonderheit Reflektor | Mittelteil korrosionsanfällig; mit einer Schraube am Gehäuse befestigt |
| Gehäuse | Schwarzer Kunststoff (Polyäthylen), ca. 2–3 mm stark, Aluminium (Export Variante) |
| Bauform | Mastansatzleuchte |
| Baugröße | BG 0 / kleine Bauform |
| Anschlussraum | Deckel mit zwei Schrauben befestigt |
| Schutzart | IP 23, bei Ausführung mit Abdeckung IP 54 |
| Maße (L × B × T) | ca. 54 × 34 × 13 cm |
| Gewicht | ca. 5,2 kg |
Historischer Hintergrund und konstruktive Entwicklung
Der BG 0 gehört zur dritten Generation der schwarzen Mastansatzleuchten des VEB NARVA Leuchtenbau Leipzig. Diese Leuchtengeneration wurde ab Mitte der 1970er Jahre mit schwarzen Polyäthylengehäusen in drei Baugrößen entwickelt. Im Gegensatz zu den Vorgängergenerationen waren die Leuchten nur noch für einlampige Bestückung vorgesehen; eine Ausführung für 1000 W entfiel. Die kleine Bauform (BG 0) wurde 1975 eingeführt, die große (BG 2) 1976 und die mittlere Bauform (BG 1) 1978. Eingesetzt wurden HQL- und Natriumdampflampen. Die kleine Bauform BG 0 war zunächst für HQL 80/125 W sowie Na 70 W vorgesehen, ab September 1986 auch für Na 70 LR.
Das etwa 2–3 mm starke schwarze Kunststoffgehäuse ist als offene Mastansatzleuchte ausgeführt und ausschließlich für die Montage am Mast vorgesehen. Während die seitlichen Spiegelflächen aus Aluminium bestehen, ist der mittlere Bereich aus weiß lackiertem Stahlblech gefertigt. Dieser Stahlblechbereich erwies sich als korrosionsanfällig. Der Reflektor selbst ist mit nur einer Schraube am Gehäuse befestigt.
Eine Besonderheit der Konstruktion zeigt sich bei der Wartung. Das Betriebsgerät lässt sich nicht ohne Weiteres über den Anschlussraum austauschen. Für einen Austausch müssen zunächst der Reflektor und anschließend das komplette Leuchteninnere aus dem Gehäuse herausgenommen werden. Der Deckel des Anschlussraums ist mit zwei Schrauben befestigt.
Bei der kleinen Bauform gab es neben der üblichen Ausführung auch eine Variante mit einem viereckig ausgeformten Leuchtenglas. Diese wurde allerdings nur in vergleichsweise geringer Stückzahl gefertigt. In der Praxis erwies sich insbesondere die Schaumgummidichtung als Schwachstelle. Da sie nur eine begrenzte Lebensdauer besaß, wurden zahlreiche Leuchten nach einigen Jahren ohne Verglasung betrieben. Auch die Kunststoff-Knebelverschlüsse waren hinsichtlich ihrer Haltbarkeit problematisch.
Eine wichtige konstruktive Änderung erfolgte 1982 am Reflektor der kleinen Bauform. Der ursprünglich verwendete Spiegel erzeugte eine Lichtverteilung, die in ihrer Charakteristik einer schiffförmigen Leuchte ähnelte. Er wurde deshalb durch einen leuchtdichteoptimierten Spiegel ersetzt, wie er bei den mittleren und großen Bauformen bereits von Anfang an verwendet worden war. Aufgrund des damaligen Mangels an Reinstaluminium konnte der neue Spiegel jedoch nicht vollständig aus diesem Material gefertigt werden. Die Spiegelschalen bestanden aus Aluminium und wurden weiß lackiert.
Ab dem 2.HJ 1985 wurde eine geschlossene Ausführung produziert. Realisiert wurde dies über ein in Profilgummi eingesetztem Glas, welches von einem Aluminiumrahmen gehalten wurde.
Bei der Export Variante bestand das Gehäuse aus Aluminium anstatt Polyäthylen.
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