

Die sogenannte Harzer Leuchte ist eine Hängeleuchte des VEB Elektroinstallation Elbingerode, welche vermutlich in den 1950ern gefertigt wurde. Die genaue Typbezeichnung und weitere Einzelheiten zur Entwicklung der Leuchte sind nicht bekannt. Die hier beschriebene Ausführung ist für zwei stabförmige Leuchtstofflampen mit jeweils 40 W ausgelegt. Die Leuchte besitzt keinen eigentlichen Reflektor, sondern lediglich einen Blendschutz. Charakteristisch sind die beiden mundgeblasenen Glaszylinder, die das Stahlgestell und die elektrischen Komponenten umschließen.
Technische Daten
| Hersteller | VEB Elektroinstallation Elbingerode |
| Lampentyp | 2 × 40 W Leuchtstofflampe, stabförmig, Kompensationskondensatoren nachrüstbar |
| Reflektor | Nicht vorhanden, lediglich Blendschutz |
| Gehäuse | Weiß lackiertes Stahlgestell mit elektrischen Komponenten |
| Bauform | Hängeleuchte |
| Ausführung/Abdeckung | Glaszylinder mit Dichtung und Blendschutzlackierung |
| Besonderheiten | Stecksockel, verstellbarer Abstand der Lampenfassungen |
| Schutzart | IP 44 oder IP 54 |
| Maße | Gesamtlänge ca. 1,50 m; Glasdurchmesser ca. 18 cm |
| Gewicht | ca. 19,4 kg |
Historischer Hintergrund und konstruktive Entwicklung
Zur historischen Entwicklung der Harzer Leuchte liegen bislang keine näheren Informationen vor. Aufgrund der angegebenen Bauzeit wird die Leuchte vermutlich in den 1950er oder 1960er Jahren gefertigt. Der Hersteller war der VEB Elektroinstallation Elbingerode. Die hier beschriebene Ausführung ist als Hängeleuchte ausgeführt und besitzt zwei stabförmige Leuchtstofflampen mit jeweils 40 W. Zusätzlich konnten Kompensationskondensatoren nachgerüstet werden. Neben der hier beschriebenen Ausführung für zwei 40-W-Leuchtstofflampen existierten auch Varianten mit U-förmigen Leuchtstofflampen. Diese waren sowohl für 1 × 40 W als auch für 2 × 40 W erhältlich.
Ein auffälliges konstruktives Merkmal der Leuchte ist das Fehlen eines klassischen Reflektors. Stattdessen besitzt sie lediglich einen Blendschutz. Die Leuchtstofflampen werden von einem weißen, lackierten Stahlgestell getragen, in dem auch die elektrischen Komponenten untergebracht sind. Über diesem Stahlgestell befindet sich die eigentliche Abdeckung. Sie besteht aus zwei mundgeblasenen Glaszylindern. Die Glaszylinder besitzen eine Dichtung und eine Blendschutzlackierung. Sie werden von beiden Enden mittels zweier Muttern zusammengepresst und bilden dadurch die geschlossene äußere Abdeckung der Leuchte.
Die Lampenfassungen sind mit Stecksockeln ausgeführt. Der Abstand zwischen den Fassungen kann verstellt werden, wodurch die Leuchte auch für kürzere Leuchtstoffröhren angepasst werden konnte. Die interne Verdrahtung ist mit Stoffisolierung ausgeführt.
Die Leuchte besitzt eine angegebene Schutzart von IP 44 oder IP 54. Aufgrund der unterschiedlichen Angabe lässt sich anhand der vorliegenden Informationen nicht eindeutig feststellen, welche Schutzart für die hier beschriebene Ausführung tatsächlich zutrifft.
Die Gesamtlänge der Leuchte beträgt etwa 1,50 m. Die beiden Glaszylinder besitzen einen Durchmesser von ungefähr 18 cm. Mit einem Gewicht von rund 19,4 kg gehört die Leuchte zu den vergleichsweise schweren Hängeleuchten dieser Bauart.
Galerie
Quelle
web.archive.org: ddr-strassenleuchten.de, Stefan Lösche, 2025
