

Die VEB Leuchtenbau Leipzig (LBL) Typ 5211-2011 ist eine schiffförmige Mastansatzleuchte aus der seit den 1960er Jahren gefertigten Baureihe des Leuchtenbau Leipzig. Sie ist für den Betrieb mit zwei HQL-Lampen mit jeweils 125 W ausgelegt. Die Leuchte besitzt ein zweiteiliges Aluminiumgehäuse und ist in offener Bauart ausgeführt.
Technische Daten
| Hersteller | VEB Leuchtenbau Leipzig (LBL) |
| Lampentyp | 2 × HQL 125 W, Kompensation optional |
| Reflektor | Vollspiegelreflektor, 2-teilig |
| Gehäuse | zweiteiliges, miteinander verschweißtes Aluminiumblech |
| Bauform | Mastansatzleuchte |
| Ausführung | Offene Bauart |
| Schutzart | IP 21 |
| Maße (L × B × T) | ca. 115 × 43 × 25 cm |
| Gewicht | ca. 10,6 kg |
Historischer Hintergrund und konstruktive Entwicklung
Die schiffförmigen Ansatzleuchten des VEB Leuchtenbau Leipzig wurden ab etwa 1960 in drei Baugrößen mit Aluminiumgehäuse sowie einer vierten, großen Baugröße mit Gehäuse aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt. Die charakteristische tropfenförmige bzw. schiffförmige Gehäuseform blieb über viele Jahre erhalten.
Die ersten Leuchten dieses Typs bestanden aus emailliertem Blech und wurden bis etwa 1962 gefertigt. Parallel dazu kamen teilweise Leuchten mit PVC-Gehäuse zum Einsatz. Später wurde Aluminium als Gehäusematerial verwendet.
Die verschiedenen Baugrößen deckten ein breites Spektrum an Lampenbestückungen ab. Die kleinste Leuchte war für 1 × HQL 80/125 W mit umklemmbarer Bestückung vorgesehen und wurde ab etwa 1968 gefertigt.
Daneben gab es eine kleine Leuchte für 1 × HQL 125 W beziehungsweise 2 × HQL 80 W (0236.9 / 0236.16). Ab 1968 wurde die kleine Ausführung 0236.10/1 für 1 × HQL 250 W angeboten. Ab 1975 kamen Ausführungen für 1 × Na 250 W hinzu.
Die mittlere Leuchte war für 1 × HQL 250 W (0236.10), 1 × HQL 400 W (0236.14) sowie 2 × HQL 125 W (0236.11) ausgelegt. Ab 1975 gab es hier auch eine Ausführung für 1 × Na 400 W. Der hier gezeigte Typ gehört zu dieser mittleren Baugröße und ist für 2 × HQL 125 W ausgelegt.
Die große Leuchte besaß ein Gehäuse aus glasfaserverstärktem Polyesterharz und war für 1 × HQL 1000 W (0236.18) beziehungsweise 2 × HQL 250 W (0236.17) vorgesehen. Ab 1978 kamen Ausführungen für 2 × Na 175 W und 2 × Na 250 W hinzu.
Ab etwa 1968 bis 1970 wurden die Leuchtengehäuse teilweise verkleinert. Dabei wurde auch die kleinste Baugröße neu entwickelt. Der Typ 0236.09 für 125 W wurde zum 150-W-Typ 0236.10/1 weiterentwickelt.
Das Gehäuse des Typ 5211-2011 besteht aus zwei miteinander verschweißten Aluminiumblechhälften. An der Auslegeraufnahme befindet sich ein Dichtring; die Befestigung am Ausleger erfolgt über zwei Befestigungsschrauben.
Im Laufe der Entwicklung kamen bei der Baureihe verschiedene Gehäusekonstruktionen zum Einsatz. Zunächst wurden Gehäuse aus emailliertem Stahlblech verwendet. Später bestanden die Gehäuse aus zwei verschweißten Aluminiumhälften. Bei einer späteren Ausführung wurden die beiden Aluminiumhälften miteinander gefalzt.
Der Reflektor der hier beschriebenen Leuchte ist als zweiteiliger Vollspiegelreflektor ausgeführt und wird wie bei diesen Leuchten üblich mit einer Befestigungsschraube gehalten.
Die Vorschaltgeräte sind auf einem aus verschweißten Stahlteilen bestehenden Tragegestell befestigt.
Die elektrische Ausführung dieser Leuchte ist für 2 × HQL 125 W ausgelegt.
Die Leuchte ist ausschließlich für die Mastansatzmontage vorgesehen. Die hier beschriebene Ausführung besitzt eine offene Bauweise und weist die Schutzart IP 21 auf.
Neben der hier beschriebenen Ausführung existierte eine Vielzahl weiterer Bautypen. Diese unterschieden sich unter anderem hinsichtlich Gehäuseausführung, Lampentyp und Anzahl der verwendeten Lampen. Für die verschiedenen Ausführungen wird auf die entsprechenden Datenblätter verwiesen.
Galerie
Dateien/Kataloge
Datenblatt der kompletten Serie 5211 (Tropfenleuchten)
Quelle
web.archive.org: ddr-strassenleuchten.de, Stefan Lösche, 2025
