

Die VEB Leuchtenbau Leipzig (LBL) Typ 5211-1998 ist eine schiffförmige Mastansatzleuchte aus der seit den 1960er Jahren gefertigten Baureihe des Leuchtenbau Leipzig. Von dieser Leuchte existieren verschiedenste Ausführung, welche im unten verlinkten Datenblatt genauer beschrieben sind.
Technische Daten
| Hersteller | VEB Leuchtenbau Leipzig (LBL) |
| Lampentyp | 1 × HQL 250 W |
| Reflektor | Aluminium, hochglanzverspiegelt und eloxiert, 3-teilig |
| Gehäuse | Tropfenförmiges Gehäuse aus Aluminiumblech |
| Bauform | Mastansatzleuchte |
| Ausführung | Offene Bauart |
| Schutzart | IP 23 |
| Maße (L × B × T) | ca. 92 × 35 × 20 cm |
| Gewicht | ca. 9,7 kg |
Historischer Hintergrund und konstruktive Entwicklung
Die schiffförmigen Ansatzleuchten des VEB Leuchtenbau Leipzig wurden ab etwa 1960 in drei Baugrößen mit Aluminiumgehäuse sowie einer vierten, großen Baugröße mit Gehäuse aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt. Die charakteristische tropfenförmige bzw. schiffförmige Gehäuseform blieb über viele Jahre erhalten.
Die ersten Leuchten dieses Typs bestanden aus emailliertem Blech und wurden bis etwa 1962 gefertigt. Parallel dazu kamen teilweise Leuchten mit PVC-Gehäuse zum Einsatz. Später wurde Aluminium als Gehäusematerial verwendet.
Die verschiedenen Baugrößen deckten ein breites Spektrum an Lampenbestückungen ab. Die kleinste Leuchte war für 1 × HQL 80/125 W mit umklemmbarer Bestückung vorgesehen und wurde ab etwa 1968 gefertigt.
Daneben gab es eine kleine Leuchte für 1 × HQL 125 W beziehungsweise 2 × HQL 80 W (0236.9 / 0236.16). Ab 1968 wurde die kleine Ausführung 0236.10/1 für 1 × HQL 250 W angeboten. Ab 1975 kamen Ausführungen für 1 × Na 250 W hinzu. Der hier gezeigte Typ gehört zu dieser kleinen Baugröße und ist für 1 × HQL 250 W ausgelegt.
Die mittlere Leuchte war für 1 × HQL 250 W (0236.10), 1 × HQL 400 W (0236.14) sowie 2 × HQL 125 W (0236.11) ausgelegt. Ab 1975 gab es hier auch eine Ausführung für 1 × Na 400 W.
Die große Leuchte besaß ein Gehäuse aus glasfaserverstärktem Polyesterharz und war für 1 × HQL 1000 W (0236.18) beziehungsweise 2 × HQL 250 W (0236.17) vorgesehen. Ab 1978 kamen Ausführungen für 2 × Na 175 W und 2 × Na 250 W hinzu.
Ab etwa 1968 bis 1970 wurden die Leuchtengehäuse teilweise verkleinert. Dabei wurde auch die kleinste Baugröße neu entwickelt. Der Typ 0236.09 für 125 W wurde zum 150-W-Typ 0236.10/1 weiterentwickelt.
Die elektrischen Komponenten sind auf einem einfachen Tragegestell angeordnet. Hinter der Fassung befindet sich das Vorschaltgerät, dahinter der Kondensator. Die einzelnen Komponenten sind auf einem dünnen Tragrohr befestigt. Dieses Tragrohr ist wiederum in ein stärkeres Rohr im Bereich der Auslegereinführung eingeschweißt.Zur Zentrierung und Sicherung gegen Verdrehen befindet sich zusätzlich ein Bügel im Gehäuse. An diesem Bügel wird auch der Reflektor mit einer Mutter befestigt.
Der Innenaufbau entspricht grundsätzlich dem der Serie BG. Bei den zweilampigen Ausführungen war außerdem ein Betrieb mit Halbnachtschaltung möglich.
Die Leuchte ist ausschließlich für die Mastansatzmontage vorgesehen. Es handelt sich um eine offene Bauart mit der Schutzart IP 23.
Neben der hier beschriebenen Ausführung existierte eine Vielzahl weiterer Bautypen. Diese unterschieden sich unter anderem hinsichtlich Gehäusematerial, Lampentyp und Anzahl der verwendeten Lampen. Für die verschiedenen Ausführungen wird auf die entsprechenden Datenblätter verwiesen.
Galerie
Dateien/Kataloge
Datenblatt der kompletten Serie 5211 (Tropfenleuchten)
Quelle
web.archive.org: ddr-strassenleuchten.de, Stefan Lösche, 2025
